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Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Die Erziehung des Geschmacks

(vhs Schleswig, ab Do., 21.10., 19.30 Uhr )

Die sozialen Medien haben es auf die Spitze getrieben: Wir folgen Menschen, die einen guten oder schlechten Geschmack haben, um ihnen dafür Likes oder Dislikes zu geben. Es entsteht der Verdacht die Geschichte des Geschmacks sei beendet. Doch wenn es um Geschmack geht, lassen wir uns von schnellen, instinktartigen Funktionen leiten, die jeglicher Vernunft unterlegen ist. Geschmack ist also den Sinnen näher als dem Verstand und ist daher nur schwer zu erziehen. Und doch schaffen es marktführende Unternehmen heutzutage unseren Geschmack zu beeinflussen, die dabei immer mehr auf Algorithmen und Künstliche Intelligenz zurückgreifen und so einen Konsens entstehen lassen.

Prof. Dr. Ulrich Raulff ist Historiker. Er war Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Von 2004 bis 2018 war Raulff Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Seit Oktober 2018 ist er Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen. Ulrich Raulff wurde vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Wissenschaftskolleg zu Berlin statt.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Die Wiederfindung der Nation

(vhs Schleswig, ab Fr., 29.10., 19.30 Uhr )

Der Begriff "Nation" stößt vielen sauer auf. Doch wer sagt denn, dass Nation automatisch gemeinsame ethnische Wurzeln und eine "Volksgemeinschaft" bedeutet, die andere ausschließt? Das ist die Sicht von Rechtsextremen, die den aufgegebenen Nationsbegriff inzwischen für sich erobert haben. Doch lässt sich nicht auch eine Form von Nation (wieder)finden, die sich als demokratisch, zivil und divers versteht und sich solidarisch auf die gewaltigen Zukunftsaufgaben einstellen kann? Diese und viele weiteren Fragen diskutieren Aleida Assmann und Herfried Münkler.

Aleida Assmann ist Professorin em. für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Jan Assmann, 2018).
Prof. Herfried Münkler ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte. Er lehrte als ordentlicher Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Wie geht es nach Merkel weiter?

(vhs Schleswig, ab Di., 9.11., 19.30 Uhr )

SZ-Journalist*innen im Gespräch: Zu Gast bei vhs.wissen live sind Katharina Riehl (Ressortleiterin Politik) und Stefan Braun (Korrespondent im Berliner Parlamentsbüro). Themen werden unter anderem sein: Corona, Klima, Schuldenberg. Die neue Regierung muss elementare Herausforderungen meistern.

Diskutieren Sie mit. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Energiewende - Schaffen wir das?

(vhs Schleswig, ab Di., 9.11., 19.30 Uhr )

SZ-Journalist*innen im Gespräch: Zu Gast bei vhs.wissen live sind Silvia Liebrich (Redakteurin, Ressort Wirtschaft) und Michael Bauchmüller (Korrespondent, Parlamentsredaktion Berlin). Themen werden unter anderem sein: Konzepte, Anforderungen und Kosten der Energiewende - auch in Bezug auf die soziale Gerechtigkeit. Diskutieren Sie mit.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.
Am Morgen des 11. Juli 1995 stürmten bosnisch-serbische Armee- und Polizeieinheiten nach tagelangem Beschuss die UNO-Schutzzone Srebrenica. Unter den Augen der Staatengemeinschaft ermordeten sie planmäßig über 8.300 Männer und Jungen. Srebrenica wurde zum Trauma europäischer und internationaler Politik. Wie konnte es zu diesem Massenverbrechen kommen? Wer waren die Auftraggeber, was motivierte die Täter? Und welche Lehren hat Deutschland, hat die Welt daraus gezogen?

Marie-Janine Calic ist Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Adolph Menzels Kunst und Wirklichkeiten

(vhs Schleswig, ab Do., 11.11., 19.30 Uhr )

Adolph Menzel gilt als einer der bekanntesten Vertreter des deutschen Realismus des 19. Jahrhunderts. Durch gezielte Beobachtungen gelten seine Werke auch heute noch als Chronik des damaligen Lebens. Dabei stehen Menschen und und menschenähnliche Subjekte im Vordergrund. Der Titel des 1996/97 zusammengestellten Buches seiner Bilder trägt daher auch den sehr passenden Titel "Das Labyrinth der Wirklichkeit". Wären Fotos nicht aber passender zum Dokumentieren gewesen? Nach dem Tod seines Vaters 1832 führte er immerhin die lithographische Anstalt weiter und erwarb knapp 30 Jahre später auch das Photographischen Kunst- und Verlagsinstitut Gustav Schauer für seinen Bruder. Er war also bestens mit den modernen Medien der Zeit vertraut, die auch seinen Blick auf das Leben prägten. Vielleicht reichte ihm die bloße Ablichtung der Wirklichkeit aber nicht, die die symbolischen Ausdrucksmöglichkeiten begrenzt hätten. Diesen Fragen geht der Vortrag live aus der "Neuen Pinakothek" mit überraschenden und spannenden Einsichten in die dort ausgestellten Gemälde nach.

Dr. Joachim Kaak ist zweiter stellvertretender Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Referent für Malerei und Plastik 1850-1900 in der ´Neuen Pinakothek.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Neuen Pinakothek statt.
Technik war in der Kulturgeschichte der Menschheit stets ein entscheidendes Medium für Erfolg und Wohlstand. Dabei ist die Technik nicht bloß Objekt, sondern kann Menschen verändern, individuell wie kollektiv: Handlungsweisen, Lebensstile und Gewohnheiten, Freizeitverhalten und Arbeitswelt, aber auch Werte und Wertschätzungen. Technik wirkt auf ihre Erzeuger und Nutzer zurück. Diese Rückwirkungen tragen zu den Vorstellungen bei, die Menschen von sich machen, aber auch von Natur und Umwelt. Die Frage nach der Technik führt daher auf die Frage nach dem Menschen zurück, beide Fragen sind untrennbar verbunden. Wortschöpfungen wie der homo creator als der schöpferische Mensch, der nachhaltige Mensch, der sich gegen äußere Einflüsse abschottende homo immunis, der homo deus (Harari) als der gottähnlich werdende Mensch, aber auch der auf ein biologisches Wesen reduzierte homo naturalis legen Zeugnis ab von den Verbindungen zwischen Mensch und Technik. Im Vortrag gehe ich diesen Verbindungen nach, beginnend historisch, jedoch mit Schwerpunkt auf gegenwärtigen Herausforderungen menschlicher Selbstverständnisse angesichts von Digitalisierung und Biotechnologie.

Armin Grunwald studierte Physik, Mathematik und Philosophie, wurde in Physik promoviert und in Philosophie habilitiert. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit den Folgen technischer Entwicklungen, mit Technikphilosophie sowie nachhaltiger Entwicklung und hat dazu zahlreiche Bücher geschrieben. Seit 1999 leitet er das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und hält dort auch eine Professur für Technikethik und Technikphilosophie. Seit 2002 berät er außerdem den Deutschen Bundestag in Fragen der Technikfolgenabschätzung.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Femizide - Warum Männer Frauen töten

(vhs Schleswig, ab Do., 25.11., 19.30 Uhr )

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle 3 Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch ihnen unbekannte Täter.
Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind. Laura Backes und Margherita Bettoni zeigt in dem Vortrag, dass die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem ist. Als Familientragödien verharmlost, bleiben viele Frauenmorde verborgen und verdecken die patriarchalen Macht- und Gewaltmuster, die sich tief durch unsere Gesellschaft ziehen.

Margherita Bettoni ist Investigativjournalistin mit den Schwerpunkten Organisierte Kriminalität und sexualisierte Gewalt. Sie ist Co-Autorin der Bücher »Die Mafia in Deutschland.
Kronzeugin Maria G. packt aus« (Econ, 2017) und »Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens« (dtv, 2020). Für ihre Recherchen hat sie den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis, den Migration Media Award und den Grimme Online Award gewonnen.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Klimawandel und Klimapolitik

(vhs Schleswig, ab Do., 2.12., 19.30 Uhr )

Mittlerweile gibt es aufgrund der erdrückenden wissenschaftlichen Evidenz keinen Zweifel mehr: die Ursache des Klimawandels ist der Mensch. Wir sprechen vom Phänomen des anthropogenen Klimawandels - der menschengemachte Klimawandel. Noch ist die Zeit zum Handeln da, aber das Zeitfenster, das uns zur Verfügung steht, schließt sich. Nur ein von der gesamten Staatengemeinschaft getragenes globales Abkommen kann die Erderwärmung aufhalten. Vor allem die politischen Entscheidungsträger müssen erkennen, dass Instrumente wie eine CO2-Bepreisung oder ein Emissionshandel wirksame, gerechte Maßnahmen darstellen, von denen - wenn diese mit Sachverstand eingeführt werden - alle Staaten profitieren können. Ist der EU Green Deal ein Schritt in die richtige Richtung?

Prof. Ottmar Edenhofer ist Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er ist einer der meistzitierten Wissenschaftler der Welt und berät als Experte für Umweltökonomik u.a. die OECD und die Vereinten Nationen.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Die resiliente Gesellschaft

(vhs Schleswig, ab Do., 9.12., 19.30 Uhr )

In diesem Vortrag wird das Konzept der Resilienz als Leitprinzip für unsere Gesellschaft nach COVID vorgestellt. Anstatt uns auf Vermeidung von Kosten und immer größere Effizienz zu konzentrieren, sollten wir unseren Fokus auf eine widerstandsfähige Gesellschaft verlagern, die in der Lage ist, sich von Schocks zu erholen. Die Resilienz - bei der es darum geht, Fallen und Wendepunkte zu vermeiden - unterscheidet sich damit vom klassischen Risikomanagement. Im Vortrag wird skizziert, wie sich das Konzept der Resilienz auf die öffentliche Gesundheit und die gesamte Wirtschaft anwenden lässt und wie es sich auf Innovation, Verschuldung oder ökonomischer Ungleichheit auswirken kann.

Markus Brunnermeier ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Princeton University und dort Direktor des Bendheim Center for Finance.

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